Pflegebericht schreiben
als Azubi in Deutschland

Du bist gerade im 1., 2. oder 3. Lehrjahr der Ausbildung zur Pflegefachangestellten in Deutschland und musst zum ersten Mal Pflegeberichte schreiben? Das ist völlig normal, dass du dich unsicher fühlst. Diese Anleitung zeigt dir das Allerwichtigste – keine Überkomplizierung, nur das, was du wirklich in deiner Ausbildung wissen musst.

📖 Schau dir ein echtes Azubi-Beispiel an: Hier siehst du, wie andere Azubis dokumentieren – mit Tipps & Erklärungen:

→ Azubi-Beispiel (mit Tipps & Erklärungen)
📍 Für Auszubildende in Deutschland: Die Anforderungen an deine Dokumentation in der Ausbildung richten sich nach den Standards in deiner Ausbildungseinrichtung. Deine Ausbilderin oder Ausbilder wird dir zeigen, was genau erwartet wird.
💡 Wichtig: Jeder Azubi fängt mal an. Die Fachkraft wird deine Berichte überprüfen und korrigieren – das ist Teil deiner Ausbildung in Deutschland. Du machst das richtig!

Das Allerwichtigste (nur 3 Dinge)

Vergiss komplizierte Regeln. Konzentriere dich auf diese 3 Dinge in deiner Ausbildung:

1. Was habe ich gesehen?

Schreib auf, was du konkret beobachtet hast. Nicht deine Meinung, nicht dein Gefühl – nur die Fakten.

❌ Nicht so:
"Der Bewohner war traurig."
✓ So:
"Bewohner saß im Sessel, blickte auf den Boden, sprach nicht."

2. Was haben wir gemacht?

Schreib auf, was du oder die Fachkraft getan habt während der Ausbildung. Konkrete Handlungen, nicht abstrakt.

❌ Nicht so:
"Grundpflege durchgeführt."
✓ So:
"Bewohner gewaschen, angezogen, Frühstück gegeben."

3. Wie ging es danach?

Das Wichtigste: Wie hat der Bewohner/Patient reagiert? Besser? Gleich? Aktiver? Ruhiger?

❌ Nicht so:
"Es ging ihm okay."
✓ So:
"Nach dem Frühstück: Bewohner lächelte, sprach mit mir über seine Enkel."

Ein echtes Beispiel (so könnte es aussehen)

Schicht: 07:00 – 15:00

Herr Wagner schlief nicht gut. Stand mehrmals nachts auf. Am Morgen wirkte müde, aß nur wenig Frühstück. Mit Fachkraft Sandra gewaschen und angezogen. Danach: Bewohner wacher, setzte sich auf die Bank im Garten. Trinkt jetzt mehr Tee.

Fertig! Das reicht als Azubi völlig aus in deiner Ausbildung.

Die häufigsten Anfängerfehler in der Ausbildung

❌ "Ich bin unsicher, ob ich das richtig mache."
✅ Das ist normal in der Ausbildung. Frag die Fachkraft! Sie ist da, um dir zu helfen. Das ist keine Schande – das ist Ausbildung.
❌ "Ich schreibe zu viel / zu wenig."
✅ Als Azubi: Lieber ein bisschen mehr schreiben als zu wenig. Zeige, dass du beobachtest. Deine Ausbilderin wird dir sagen, wenn du kürzer fassen sollst.
❌ "Was ist wenn ich falsche Wörter nutze?"
✅ Schau im DokuHelfer Glossar nach. Oder frag die Fachkraft. Das ist völlig okay während der Ausbildung.

Deine Checkliste (vor dem Abgeben)

Bevor du deinen Bericht der Fachkraft zeigst:

✓ Habe ich aufgeschrieben, was ich gesehen habe? (konkret, nicht "normal")
✓ Habe ich aufgeschrieben, was ich getan habe?
✓ Habe ich aufgeschrieben, wie der Bewohner danach war?
✓ Habe ich überflüssige Wörter gestrichen?
✓ Habe ich Datenschutz beachtet? (Keine Arzt-Namen, etc.)
✓ Bin ich ehrlich und nicht zu hart mit mir selbst?

Das wichtigste Mindset

👉 Du lernst gerade in deiner Ausbildung. Es ist okay, Fehler zu machen. Die Fachkraft wird dir helfen. Mit jedem Bericht, den du schreibst, wirst du besser. Das ist garantiert.

Deine Lernhilfe: Die Checkliste

✅ Checklist zum Lernen: Diese 15-Punkte Checkliste hilft dir, nie was zu vergessen – nutze sie beim Schreiben:

→ Zur 15-Punkte Checkliste (mit Warnsignalen)

Mehr Tipps in deiner Ausbildung?

Es gibt ausführlichere Anleitungen für Pflegefachkräfte und für Pflegehelfer – wenn du später mehr wissen willst, kannst du sie lesen.

Bereit, deinen ersten Bericht zu schreiben?

Nutze unseren kostenlosen Pflegebericht-Assistenten. Er führt dich Step-by-Step durch die Struktur – genau das, was du brauchst, um sicher zu werden in deiner Ausbildung.

Zum kostenlosen Tool
📌 Hinweis: Diese Anleitung ist eine Lernhilfe. Deine Ausbilderin ist deine beste Ressource während der Ausbildung – frag sie immer, wenn du unsicher bist. Sie ist da, um dich zu unterstützen.